michael-fauth.de

Elektronik aus Leidenschaft

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Platinen Herstellung

Platinen Herstellung - Ätzen

E-Mail Drucken PDF
Beitragsseiten
Platinen Herstellung
Vorarbeiten
Belichten
Entwickeln
Ätzen
Bohren
Durchkontaktieren
Verzinnen
Lötstopplack

 

Ätzen

Wie schon zuvor gilt auch hier; wer sauber gearbeitet hat, kann wenig falsch machen. Ich ätze mit eine Natriumpersulfatlösung (ca. 250g/L). Dauer je nach Verbrauchsgrad der Lösung ca. 5-12 Minuten. Die Lösung sollte dabei auf einer Temperatur von 45-50 °C gehalten werden. Da ich ein Feigling bin, und mich mit den vielerorts vorgeschlagenen Aquarienheizungen nicht anfreunden konnte (230V am Heizelement, das Glas bricht, und ich rühr da mit meinen Fingern rum - nein danke) habe ich kurzerhand eine 12V/100W Halogenleuchte in ein Reagenzglas geschoben, und das ganze mit Sand aufgefüllt -> fertig ist die Heizung, entsprechendend kräftiges Netzteil vorausgesetzt.



Sobald die Platine augenscheinlich fertig geätzt ist, warte ich noch ca. 1 Minute, um irgendwelchen "gerade doch noch vorhandenen" Verbindungen vorzubeugen, bei denen man sich später garantiert zu tode sucht. Auch hier sollte man anschließen wieder mit Wasser abspülen, und kann dann sein hoffentlich zufriedenstellendes Ergebnis bewundern.

 



Zuletzt aktualisiert am Montag, den 31. Mai 2010 um 15:13 Uhr  

Kommentare 

 
#10 robbeh 2015-12-05 00:00
Müssen die Nieten noch verlötet werden, oder wird eine formschlüssige Verbindung durch das Quetschen erreicht?
Zitieren
 
 
#9 2013-06-13 16:03
Wenn dir die angebotenen Mengen bei Octamex (Wie im Artikel erwähnt meine Bezugsquelle) zu groß sind, weiß ich leider keine andere Alternative. Ich finde aber das man über die Preise/Mengen nicht meckern kann.

Gruß, Micha
Zitieren
 
 
#8 2013-06-13 13:48
Alles gut und schön aber wo kann ich das Laminat in kleinen mengen erwerben? Denke so an Europlatine.
Zitieren
 
 
#7 2013-02-17 08:44
Ich entwickle und härte jede Seite getrennt. Das hat vor allem den Hintergrund, dass das Lötstoplaminat ziemlich klebrig ist wenn die zweite Schutzfolie abgenommen wurde. Erst nach dem thermischen Aushärten wird das Laminat soweit fest, dass es in den UV Belcihter gelegt- und vor allem auch wieder herausgenommen werden kann ;) Bei 2 klebrigen Seiten auf einmal wüßte ich spontan nicht, wie man da am besten vorgeht.

Grüße
Micha
Zitieren
 
 
#6 2013-02-15 01:03
Hallo,

Besten dank für diesen äußerst informativen Artikel. Deine Leiterplatten sehen wirklich sehr professionell aus.

Ein Frage hätt ich noch zum Lötstopplaminat : Machst Du vorher eine Seite komplett, dann härten und dann die andere oder machst Du beide in einem Arbeitsgang (d.h. getrennt Belichten und dann gleichzeitig beide Seiten entwickeln)?

lG,
Bernhard
Zitieren
 
 
#5 2012-07-15 19:32
Hallo Benjamin,

zum verzinnen verwende ich ein chemisches Verfahren. Ich verwende dazu folgende Brühe:

http://www.octamex.de/shop/?page=shop/flypage&product_id=53category_id=538bc6e72af65cf55e7fcba4ee8c099f&/Chemisch_Zinn_kaufen.html

Zum Belichten habe ich mir vor einiger Zeit ein paar UV Röhren aus einem Gesichtsbräuner in einen Aluminiumkoffer gebaut. Das ganze wird über einen kleinen Controller gesteuert. Die Belichtungszeit beträgt damit 1:20 Minuten. Wenn du mehr über das Teil wissen willst, kann ich gerne ein paar Bilder davon machen.

Gruß, Micha
Zitieren
 
 
#4 2012-07-14 10:26
Hallo Michael!

Danke für deine Beschreibungen! Besonders der Artikel über Durchkontaktier en hat mir sehr geholfen!

Aber zum Verzinnungsproz ess stellen sich mir noch einige Fragen, wie hast so eine schöne (ich würde sogar sagen perfekte) Zinn Schicht hinbekommen mit einem Lötbad und mit oder ohne Blei-Lot?

Und noch eine Frage, welchen Belichtet Verwendest du?
Ich hab einen pro-ma Belichter 1 und belichte immer so zwischen 2:30min bis 2:50min.

mfg Benjamin
Zitieren
 
 
#3 2012-05-09 17:25
Zur Heizung - Sand hat einen eher schlechten Wärmeübergang, vielleicht mal mit einem Öl probieren? Ich denke, jedes beliebige Motorenöl sollte es da tun :-)
Zitieren
 
 
#2 2012-04-07 09:27
Hallo Ehrhardt,

vielen Dank für die Rückmeldung! Du hast natürlich Recht, es ist - insbesondere am Anfang - viel Arbeit. Mit der Zeit hat man jedoch den dreh raus und der Zeitaufwand wird im wesentlichen durch die Anzahl der Durchkotaktieru ngen bestimmt. Preislich denke ich schon das es sich lohnt, bei bestellten Platinen muss man ja in der Regel eine Mindestfläche abnehmen - bei den kleinen Abmessungen die ich üblichweise verarbeite bekomme ich da mindesten 4-5 Exemplare. Dies spiegelt sich dann natürlich im Preis wieder.

Beim verzinnen gibt es kaum etwas zu beachten. Die Brühe sollte nach Anleitung angemischt werden und noch nicht zu sehr nach faulen Eiern stinken ;)

Eine Bezugsmöglichke it wäre z.b.

http://www.octamex.de/shop/?page=shop/flypage&product_id=53&category_id=538bc6e72af65cf55e7fcba4ee8c099f&/Chemisch_Zinn_kaufen.html

Grüße, Micha
Zitieren
 
 
#1 2012-04-06 22:41
Schöner Artikel, vielen Dank!
Es sieht ja so leicht aus, mich graut es aber vor den Arbeiten. Man ist genug mit der Löterei, Optimierung und Fehlersuche beschäftigt. Vielleicht ist es aber auch nur eine Frage der Übung. Preislich nimmt sich das doch sicher nichts mit den bei Firmen bestellten Platinen?

Mich hätte noch der Verzinnungsproz ess im Detail interessiert, insbesondere welche Tips und Kniffe es gibt.

Gruß, Ehrhardt
Zitieren