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Platinen Herstellung - Vorarbeiten

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Meine Filme drucke ich auf einem Oki B430dn. Es werden Filme für die Vorder- und Rückseite der Leiterplatte benötigt, jeweils getrennt für die eigentlichen Leiterzüge und das Lötstopplaminat.
Das verwendete Lötstopplaminat, das ich von Oktamex beziehe, stellt erhöhte Anforderungen an die Lichtdichtigkeit der Vorlage. Daher verwende ich für diesen Vorgang 2 Folien, die ich später deckungsgleich übereinander ausrichte und mit Tesafilm fixiere.

Was hierbei extrem wichtig ist: Beim Belichtungsvorgang muss die bedruckte Seite des Films auf der Platine aufliegen, nicht umgekehrt! Ansonsten wird der Fotolack der eigentlich unter einer Leiterbahn des Films liegt, durch seitlich einfallendes Licht belichtet. Das führt bestenfalls nur zu einem unscharfen Abbild der Vorlage, schlimmstenfalls dazu, dass feine Strukturen gar nicht mehr abgebildet werden.

Es ist daher nötig, beim Drucken der Vorlage die Oberseite der Platine zu spiegeln. Dadurch ergibt sich später dass die mit Toner beschichtete Seite direkt auf der Platine anliegt. Die Unterseite kann dagegen seitenrichtig gedruckt werden.

Um den Verzug der Transparentfolie im Drucker zu minimieren, lasse ich die Folie vor dem eigentlichen Druckvorgang ein mal eine Runde durch den Drucker drehen. Hierzu in einem beliebigen Textverarbeitungsprogramm ein leeres Dokument ausdrucken. Die Folie verzieht sich durch die thermische Einwirkung so schon bevor das eigentliche Layout gedruckt wird, dadurch wird eine höhere Passgenauigkeit erreicht. Möglicherweise lässt sich dieser Arbeitsschritt mit anderen Transparentfolien, die sich weniger verziehen umgehen...




Aus den beiden Folien für die Ober- und Unterseite forme ich eine Art Tasche aus. Fixiert wird das ganze durch ein paar Streifen Tesafilm. Nicht vergessen eine Seite der Tasche offen zu lassen, irgendwie muss schließlich auch noch die Platine rein ;)

Zum ausrichten der beiden Folien orientiert man sich am besten an Bohrungen und Durchkontaktierungen, da diese auf beiden Seiten sichtbar sind.

Für die Filme die der Belichtung des Lötstopplaminats dienen, ist es nicht nötig eine Tasche zu bauen, da zu dem Zeitpunkt an dem diese zum Einsatz kommen, bereits eine Struktur auf der Leiterplatte vorhanden ist, welche die Ausrichtung für jede Seite getrennt ermöglicht.

 



Zuletzt aktualisiert am Montag, den 31. Mai 2010 um 15:13 Uhr  

Kommentare 

 
#10 robbeh 2015-12-05 00:00
Müssen die Nieten noch verlötet werden, oder wird eine formschlüssige Verbindung durch das Quetschen erreicht?
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#9 2013-06-13 16:03
Wenn dir die angebotenen Mengen bei Octamex (Wie im Artikel erwähnt meine Bezugsquelle) zu groß sind, weiß ich leider keine andere Alternative. Ich finde aber das man über die Preise/Mengen nicht meckern kann.

Gruß, Micha
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#8 2013-06-13 13:48
Alles gut und schön aber wo kann ich das Laminat in kleinen mengen erwerben? Denke so an Europlatine.
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#7 2013-02-17 08:44
Ich entwickle und härte jede Seite getrennt. Das hat vor allem den Hintergrund, dass das Lötstoplaminat ziemlich klebrig ist wenn die zweite Schutzfolie abgenommen wurde. Erst nach dem thermischen Aushärten wird das Laminat soweit fest, dass es in den UV Belcihter gelegt- und vor allem auch wieder herausgenommen werden kann ;) Bei 2 klebrigen Seiten auf einmal wüßte ich spontan nicht, wie man da am besten vorgeht.

Grüße
Micha
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#6 2013-02-15 01:03
Hallo,

Besten dank für diesen äußerst informativen Artikel. Deine Leiterplatten sehen wirklich sehr professionell aus.

Ein Frage hätt ich noch zum Lötstopplaminat : Machst Du vorher eine Seite komplett, dann härten und dann die andere oder machst Du beide in einem Arbeitsgang (d.h. getrennt Belichten und dann gleichzeitig beide Seiten entwickeln)?

lG,
Bernhard
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#5 2012-07-15 19:32
Hallo Benjamin,

zum verzinnen verwende ich ein chemisches Verfahren. Ich verwende dazu folgende Brühe:

http://www.octamex.de/shop/?page=shop/flypage&product_id=53category_id=538bc6e72af65cf55e7fcba4ee8c099f&/Chemisch_Zinn_kaufen.html

Zum Belichten habe ich mir vor einiger Zeit ein paar UV Röhren aus einem Gesichtsbräuner in einen Aluminiumkoffer gebaut. Das ganze wird über einen kleinen Controller gesteuert. Die Belichtungszeit beträgt damit 1:20 Minuten. Wenn du mehr über das Teil wissen willst, kann ich gerne ein paar Bilder davon machen.

Gruß, Micha
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#4 2012-07-14 10:26
Hallo Michael!

Danke für deine Beschreibungen! Besonders der Artikel über Durchkontaktier en hat mir sehr geholfen!

Aber zum Verzinnungsproz ess stellen sich mir noch einige Fragen, wie hast so eine schöne (ich würde sogar sagen perfekte) Zinn Schicht hinbekommen mit einem Lötbad und mit oder ohne Blei-Lot?

Und noch eine Frage, welchen Belichtet Verwendest du?
Ich hab einen pro-ma Belichter 1 und belichte immer so zwischen 2:30min bis 2:50min.

mfg Benjamin
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#3 2012-05-09 17:25
Zur Heizung - Sand hat einen eher schlechten Wärmeübergang, vielleicht mal mit einem Öl probieren? Ich denke, jedes beliebige Motorenöl sollte es da tun :-)
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#2 2012-04-07 09:27
Hallo Ehrhardt,

vielen Dank für die Rückmeldung! Du hast natürlich Recht, es ist - insbesondere am Anfang - viel Arbeit. Mit der Zeit hat man jedoch den dreh raus und der Zeitaufwand wird im wesentlichen durch die Anzahl der Durchkotaktieru ngen bestimmt. Preislich denke ich schon das es sich lohnt, bei bestellten Platinen muss man ja in der Regel eine Mindestfläche abnehmen - bei den kleinen Abmessungen die ich üblichweise verarbeite bekomme ich da mindesten 4-5 Exemplare. Dies spiegelt sich dann natürlich im Preis wieder.

Beim verzinnen gibt es kaum etwas zu beachten. Die Brühe sollte nach Anleitung angemischt werden und noch nicht zu sehr nach faulen Eiern stinken ;)

Eine Bezugsmöglichke it wäre z.b.

http://www.octamex.de/shop/?page=shop/flypage&product_id=53&category_id=538bc6e72af65cf55e7fcba4ee8c099f&/Chemisch_Zinn_kaufen.html

Grüße, Micha
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#1 2012-04-06 22:41
Schöner Artikel, vielen Dank!
Es sieht ja so leicht aus, mich graut es aber vor den Arbeiten. Man ist genug mit der Löterei, Optimierung und Fehlersuche beschäftigt. Vielleicht ist es aber auch nur eine Frage der Übung. Preislich nimmt sich das doch sicher nichts mit den bei Firmen bestellten Platinen?

Mich hätte noch der Verzinnungsproz ess im Detail interessiert, insbesondere welche Tips und Kniffe es gibt.

Gruß, Ehrhardt
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